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20.11.2009 | Eiskunstlauf | Eine wichtige Station auf dem Weg zu Olympia
Vom 17. bis 20. dezember finden in Mannheim die Deutschen Meisterschaften statt
Mannheim. Deutsche Eiskunstlauf-Meisterschaften in Mannheim - das ist etwas Besonderes, denn die Stadt an Rhein und Neckar ist im Kalender des nationalen Verbandes ein eher seltener Schauplatz. Obwohl eine Hochburg, werden die DM-Medaillen nach 1982, 1986 und 1993 erst zum vierten Mal in der Quadratestadt vergeben. "Die Deutsche Eislaufunion ist sehr glücklich, dass der Baden-Württembergische Verband sich mit Mannheim beworben hat", hat DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz (Mannheim) "vollstes Vertrauen, dass die ganze Region diese Meisterschaften feiert."
Grund genug für diese Annahme gibt es jedenfalls. So gehen nicht nur acht Lokalmatadore des Mannheimer ERC in der Meisterklasse (fünf Damen, ein Herr) und bei den Juniorinnen an den Start. Die vorgezogenen Titelkämpfe für das Jahr 2010 sind vom 17. bis 20. Dezember 2009 in der SAP Arena schließlich auch ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver (Kanada). Deswegen sind nicht die Silbermedaillen, die Claudia Leistner 1982 und Simone Lang 1993 für den Ausrichter Mannheimer ERC gewannen, sondern Leistners Gold von 1986 das Vorbild für Sarah Hecken (Bild) - die große Hoffnung des Vereins und der DEU.
"Ich will meine bestmögliche Leistung abliefern - und am liebsten natürlich gewinnen", schildert die 16-Jährige ihre eigenen Erwartungen. Auch die ihres Trainers Peter Sczypa sind hoch. "Wir haben schon letztes Jahr Olympia ins Auge gefasst und werden uns - weil die Vorbereitung so gut lief - in dieser Saison ganz auf die Seniorenklasse konzentrieren." Denn nur wenn sich Sarah Hecken - vom Alter her eigentlich noch Juniorin - mit den Besten der Welt misst, hat sie eine Chance, im Februar bei den Olympischen Spielen Erfahrungen zu sammeln. Aber weil der Coach auf eine lange Karriere seines Schützlings zielt, schickt er sie zunächst durch die harte Grand-Prix-Schule. "Olympia nehmen wir aber gerne jetzt schon mit", meinte Sczypa, der Sarahs große Zeit erst ab 2014 sieht.
Olympisches Motto gilt nicht
Die Hürden für die insgesamt fünf Vancouver-Tickets der DEU (2x Paare, je 1x Damen, Herren, Eistanzen) sind hoch, denn beim Deutschen Olympischen Sportbund gilt das olympische Motto "Dabei sein ist alles" nicht. Eine Mischung aus erforderlichen Mindestpunkten in Wettbewerben und der Position in der Weltrangliste ist für die Nominierung ausschlaggebend.
Und genau da kommen die nationalen Titelkämpfe in Mannheim ins Spiel. "Wer da gewinnt, erhält genauso viele Weltranglistenpunkte wie für einen Grand-Prix-Sieg", erklärt Treitz den hohen Stellenwert der DM, bei der auch die Paar-Weltmeister Aljona Savchenko/Robin Szolkowy (Chemnitz) an den Start gehen werden. Ihren Titel will zudem Annette Dytrt (Oberstdorf) verteidigen - und ist damit die härteste Konkurrentin von Sarah Hecken. sd/sm/Bild: dpa

